Fundament für die Fasssauna: Untergrund, Maße, Kosten

Eine Fasssauna braucht ein ebenes, waagerechtes und tragfähiges Fundament für 500 bis 1.500 Kilogramm – so viel wiegen die Fasssaunen von Karibu ohne Ofen. Weka empfiehlt in seiner Aufbauanleitung ausdrücklich ein Plattenfundament, Karibu eine Betonplatte, die idealerweise frostsicher gegründet ist. Hier steht, was die Hersteller verlangen, wie groß die Fläche sein muss und welche Angaben es schlicht nicht gibt.

Fasssauna mit überdachtem Vorbau auf Punktfundament vor Bergen
Foto: Ben Kupke / Unsplash

Was die Hersteller verlangen

Die genauesten Vorgaben stehen in der Montageanleitung von Weka für seine Fasssauna. Karibu fasst sich auf seiner Produktseite kürzer. Zusammen ergibt sich dieses Bild:

  • Eben, waagerecht, rechtwinklig. Weka setzt für die Montage ein „fachgerecht ausgeführtes, waagerechtes und rechtwinkliges Fundament“ voraus. Karibu verlangt einen Untergrund, der eben und fest ist.
  • Gewachsener Boden. Der Boden unter dem Fass soll laut Weka gewachsen sein. Aufgeschüttete Böden müssen verdichtet werden, sonst sinkt die Sauna ein. Die Grasnarbe muss weg.
  • Vorsicht am Hang und über dem Keller. Steht die Sauna nahe einer Hanglage oder über einer Unterkellerung, rät Weka, einen örtlichen Baufachmann hinzuzuziehen, und warnt vor Einsturzgefahr.
  • Sperrschicht gegen Feuchtigkeit. Zwischen Fundament und Bodenbalken empfiehlt Weka eine Sperrschicht aus der Verpackungsfolie, aus Dachpappe oder Ähnlichem. Auch Karibu begründet die Betonplatte damit, dass sie Feuchtigkeit vom Boden fernhält und die Sauna länger hält.
  • Luft unter dem Fass. Der Raum zwischen den Bodenbalken sorgt laut Weka für die nötige Unterlüftung und darf nicht abgedichtet werden.
  • Verankern oder nicht. Hier widersprechen sich die Hersteller. Weka schreibt vor, die Bodenbalken gegen Windschäden auf dem Fundament zu befestigen, etwa mit Betonankern oder Stahlwinkeln und Schwerlastdübeln. Karibu hält eine Verankerung wegen des Eigengewichts nicht für zwingend. Maßgeblich ist die Anleitung deines Modells.

Ein Satz aus den Weka-Garantiebedingungen zeigt, wie ernst die Hersteller das nehmen: Die Garantie ist ausgeschlossen, wenn die Sauna falsch gegründet sein kann, „auch bei nur geringen Fehlern“. Ein Fehler am Fundament kann also die Garantie kosten.

Wie schwer eine Fasssauna ist

ModellGewichtAngabe von
Karibu, gesamtes Fasssauna-Sortimentrund 500 bis 1.500 kg ohne OfenKaribu
Home Deluxe Lahti XL (38 mm Fichte, 8 kW)515 kgVergleichsportal topratgeber24.de
Karibu Fasssauna Cubeca. 420 kgProduktseite bei Lidl

Dazu kommen Ofen, Saunasteine und die Menschen auf den Bänken. Eine Herstellerangabe zur Last, die das Fundament je Quadratmeter tragen muss, haben wir nicht gefunden. Für die Lieferung gilt eine zweite Hürde: Hornbach und GartenHaus liefern Fasssaunen mit einem 40-Tonnen-Lkw, die Zufahrt muss das tragen.

Welche Maße das Fundament braucht

Das Fundament muss mindestens die Auflagefläche des Fasses tragen, also den Sockel oder die Bodenbalken. Karibu nennt als Durchschnitt 2 bis 2,5 Meter Breite und 3 bis 4 Meter Länge; die Spanne im Sortiment reicht von 158 bis 400 Zentimeter Breite. Einige Modelle mit ihrer Grundfläche:

ModellGrundfläche laut Hersteller oder Händler
Weka Laadi 1 / 2 / 3Sockel 205 × 125 / 205 × 200 / 205 × 250 cm
Weka Fasssauna 198Sockel 207,6 × 186,6 cm
Karibu Fasssauna Cubeca. 199 × 175 cm, Höhe 205 cm
FinnTherm Mini S199 × 220 cm (Breite × Tiefe)
Karibu Fassy 2225 × 277 cm (Breite × Tiefe)

Wie viel größer als der Sockel das Fundament sein soll, gibt keine der gelesenen Herstellerquellen in Zentimetern an. Eine andere Zahl nennt Weka: Die Sauna muss rundum begehbar, belüftet und kontrollierbar bleiben, der Platzbedarf soll deshalb „ca. 0,5 – 1,5m allseitig größer“ sein als die Sauna. Für eine Weka Laadi 2 mit 205 × 200 Zentimeter Sockel heißt das nach unserer Rechnung: Mit einem halben Meter Umgang brauchst du eine freie Fläche von 3,05 × 3,00 Meter, also gut 9 Quadratmeter, mit eineinhalb Metern sind es 5,05 × 5,00 Meter.

Fundamentarten im Vergleich

FundamentWas belegt ist
Betonplatte (Plattenfundament)von Weka ausdrücklich empfohlen; Karibu empfiehlt Betonfundament oder Bodenplatte, frostsicher als Ideal
Punktfundamentnur auf Ratgeberseiten als preiswerte Variante genannt; keine Herstellerfreigabe gefunden
Gehwegplatten auf Schotternur auf einer Ratgeberseite, dort mindestens 30 × 30 cm auf 5 cm Schotter; keine Herstellerfreigabe gefunden
Streifen- und Schraubfundamentauf Ratgeberseiten genannt; keine Herstellerangabe gefunden
TerrasseKaribu Cube laut Lidl für Terrasse oder Gartenfläche gedacht; ob eine Holzterrasse das Gewicht trägt, ist eine Frage an den Statiker, nicht belegt

Wer die Garantie sicher behalten will, baut die Platte, die der Hersteller empfiehlt. Punkt- oder Plattenlösungen können funktionieren, aber keine gelesene Herstelleranleitung gibt sie frei. Setzt du eine davon ein, frag vorher beim Hersteller deines Modells nach.

Waagerecht, ohne Gefälle

Weka verlangt ein waagerechtes Fundament und gibt dafür eine Toleranz an: Im Zweifel gilt die Norm DIN 18202 für Ebenheitstoleranzen im Hochbau, mit einem Höhenunterschied von etwa 10 bis 11 Millimetern zwischen den am weitesten entfernten Punkten. Das Gelände wird vorher ausgeglichen, dann werden die Fundamente nach Höhe und Lage eingemessen. Ein Gefälle für die Platte, damit Regenwasser abläuft, nennt keine der gelesenen Herstellerquellen. Beim Aufbau prüft Weka die Rechtwinkligkeit über die Diagonalen der Bodenbalken: Sie müssen gleich lang sein.

Was das Fundament kostet

Eine belastbare Zahl gibt es dafür nicht: Weder die Hersteller noch eine geprüfte Preisquelle nennen Kosten für Beton, Fundamentplatten oder einen Fachbetrieb. Was den Preis treibt, lässt sich aus den Anleitungen ablesen:

  • Die Fläche. Sockel plus Rand, siehe oben.
  • Der Boden. Aufgeschütteter Boden muss verdichtet, die Grasnarbe abgetragen werden.
  • Frostsicherheit. Karibu nennt ein frostsicheres Fundament als Ideal.
  • Was nicht im Lieferumfang ist. Bei Weka fehlen Sperrschicht und Verankerung, du kaufst sie im Fachhandel dazu.
  • Die Montage. Weka verlangt für den Aufbau mindestens drei Personen.

Zum Vergleich: Die Fasssaunen selbst kosten bei Herstellern und Händlern ab 1.499 Euro, Modelle aus Thermoholz ab 7.549 bis 7.979 Euro. Hol dir für das Fundament ein Angebot vor Ort, mit der Grundfläche deines Modells und dem Platzbedarf rundum.

Vor dem Bau klären

  • Genehmigung. Weka rät, vor der Montage zu klären, ob die Bauaufsicht eine Genehmigung verlangt. Das hängt vom Bundesland, von der Größe und vom Ofen ab: In sieben Ländern gilt die Verfahrensfreiheit für kleine Gebäude nur ohne Feuerstätte, eine Fasssauna mit Holzofen fällt dort nicht darunter.
  • Leitungen im Boden. Weka erinnert daran, beim Festlegen des Standorts auf vorhandene Strom- und Wasserleitungen zu achten.
  • Stromanschluss. Die Zuleitung für den Elektroofen ist bei Weka nicht im Lieferumfang und darf nicht durch die Saunawände laufen. Anschließen darf nur ein zugelassener Elektrofachmann.
  • Zufahrt. Der Lkw muss nah genug heran. Buchst du das Montageteam von Weka, ist der Transport der Teile über mehr als 10 bis 15 Meter nicht im Montagepreis enthalten.

Häufige Fragen zum Fundament der Fasssauna

Welches Fundament ist das beste für eine Fasssauna?
Eine waagerechte Betonplatte. Weka empfiehlt ausdrücklich ein Plattenfundament, Karibu eine Betonplatte, idealerweise frostsicher.

Reichen Gehwegplatten?
Das empfehlen nur Ratgeberseiten. Eine Herstelleranleitung, die Platten auf Schotter freigibt, haben wir nicht gefunden. Frag vorher beim Hersteller.

Kann die Fasssauna direkt auf den Rasen?
Nein. Weka verlangt, die Grasnarbe zu entfernen, Karibu einen ebenen und festen Untergrund.

Wie groß muss die Fläche sein?
Mindestens so groß wie der Sockel. Weka rechnet rundum 0,5 bis 1,5 Meter Platz dazu, damit du die Sauna umgehen und lüften kannst.

Muss ich die Sauna verankern?
Bei Weka ja, gegen Wind. Karibu hält es wegen des Eigengewichts nicht für zwingend. Es gilt die Anleitung deines Modells.

Quellen